Santa Christina

santachristina_biancoVenzianische Idylle

Santa Cristina ist eine der kleineren Inseln in der nördlichen Lagune von Venedig.

Sie ist der verbliebene Rest einer einst viel größeren Insel, auf der sich einst nicht weniger als sieben Kirchen und ein Kloster für Benediktinerinnen befanden. Eine fromme Legende behauptet, man hätte die sterblichen Überreste der heiligen Cristina im Jahre 1325 von Konstantinopel hierher gebracht. 1452 verließen die Nonnen den Ort. Obwohl dort viele venezianische Dogen begraben lagen, wurde das Eiland bereits im 15. Jahrhundert völlig verlassen und schließlich von starker Erosion in ihrem Umfang verkleinert. Heute schützen steinerne Mauern - die »Palada« -, gestützt auf Felsen aus Istrien, die Insel vor weiterem Flächenverlust durch die Gezeiten.

Einst waren die Inseln, mit Namen wie La Cura oder Sant'Ariano, mit Brückenkonstruktionen verbunden, und es wurde reiche Landwirtschaft betrieben. Zwei mittelalterliche Siedlungen, Constanziaco und Ammiana, die zwischen dem siebenten und zwölften Jahrhundert nachgewiesen sind, locken Unterwasserarchäologen, die hier erfolgreich nach Relikten tauchen.

santachristina_rossoDer Wein von Santa Cristina wächst auf der antiken Isola Ammiana und trägt daher ihren Namen. Auf drei Hektar, die nach streng biologischen Prinzipien bewirtschaftet werden, wachsen Chardonnay, Merlot und Cabernet Sauvignon. Der vom Salzwasser durchdrungene Boden verleiht den beiden Weinen, es gibt einen Bianco und einen Rosso, ein unverwechselbares Geschmacksbild. Auch Grappa und Acquavite entstehen auf der Insel, auf der nur 18% der Fläche für die Landwirtschaft nutzbar sind, der Rest sind ummauerte Fischzuchtflächen, so genannte »Valli da Pesca«, Obstplantagen mit Zwetschken, Marillen und anderem, die restliche Fläche ist nicht fruchtbar, weil sie regelmäßig vom Salzwasser überflutet wird und nur Gräser wachsen lassen. Während die Ammina-Weine käuflich zu erwerben sind, bleiben die köstlichen Zwetschken- und Marillenliköre auf Basis des eigenen Acquavite bis auf weiteres der Familie vorbehalten.